
Landrätin Petra Köpping
Vorsitzende des Stiftungsrates
“Die Perspektive ist sehr gut”
Wo sehen Sie die Berührungspunkte von Kultur und Umwelt?
Gerade im Leipziger Landkreis sind die Berührungspunkte zahlreich. Wir sind Braunkohlegebiet gewesen, 30.000 Menschen arbeiteten hier in der Region im Tagebau. Die Kohleförderung war wirtschaftlich wohl notwendig, hat aber eine Umwelt hinterlassen, die uns im negativen Sinne berühmt gemacht hat.
Auf der anderen Seite ist auch die Kultur berühmt, positiv berühmt. Auch da hat der Bergbau eine Menge hinterlassen. Ich nenne als Beispiel das Kulturhaus in Böhlen. Davon gab es ja nicht allzu viele in der DDR, im Moment ist es sogar eins der wenigen, die überhaupt noch existieren. Es hatte symbolischen Charakter gehabt, dass man hier Kultur ansiedelte, um einen Ausgleich zu schaffen. Daher resultiert auch das kulturelle Engagement von Bürgerinnen und Bürger.
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