Archiv für April 2007


Musik, Magie und Mundart bei Kaffee und Kuchen

15. April 2007

So überschrieb die Leipziger Volkszeitung Ausgabe Borna/Geithain (4. April 2008) ihren redaktionellen Beitrag zur 3. Sonntags-Soiree, die am 6. April im „Goldenen Stern“ in Borna stattfand. „Das Mundartinstitut der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig hält an der Tradition der Sonntags-Soiree fest. Gastgeber Wolfgang U. Schütte, Bannerträger am Mundartinstitut und anerkannter Mundart-Experte, hat das Programm unter das Motto ‚Musik, Magie und Mundart‘ gestellt.“
Dieser Ankündigung folgten Taten und bereits am Montag schrieb LVZ-Kritiker Peter Krischunas über die Sonntags-Soiree: „Natürlich gab es am Anfang ä Tässchen Heeßen, wie die Sachsen so schön sagen. Dabei spielte Stephan Langer von ‚Generation B‘ auf der Bühne auf seiner Elektro-Orgel deutschen Country-Rock…. Für Verblüffung sorgte anschließend  Zauberer Bernd Trillhaase. Der Markkleeberger Hobbykünstler holte sich zwei Leute aus dem gut besuchten Saal und ließ sie an seinen Zauberkünsten teilnehmen. Die beiden staunten nicht schlecht, als der 59-jährige Sicherheitsingenieur beispielsweise ein zerrissenes Seil wieder zusammenwachsen ließ oder einen Löffel in eine Gabel verwandelte.“ Weitere Mitwirkende waren die Jungkabarettisten Dirk Peyer und Knut Ratzlaff vom neuen Leipziger Kabarett E-Team und der Markkleeberger Situationskomiker Klempo, der mit seinen heiteren Dialogen im Publikum für Stimmung sorgte. Muss man erwähnen, dass Gastgeber Schütte jede Menge Sächsisch bot? Natürlich etliches von Lene Voigt, aber auch ulkige Sächsisch-Schöpfungen aus den Federn von Robert Zimmermann und Gerhard Rutsch. Der Moderator konnte (und wollte) sich einen Hinweis auf die seltsame Umfrage eines in Bayern angesiedelten Instituts nicht verkneifen, welches zu der Fehl-Einschätzung gekommen war, Sächsisch sei die unbeliebteste deutsche Mundart. Im „Goldenen Stern“ hingegen war an diesem April- Sonntag die schöne sächsische Mundart Trumpf. Den meist zur mittleren und älteren Generation zählenden Besuchern gefiel es – ohne Wenn und Aber. Der starke Beifall und die zahlreichen persönlichen Bekundungen gegenüber den Mitwirkenden zur gelungenen Soiree sollen nicht unerwähnt bleiben.
Auf die Frage, wann es die nächste Soiree geben wird, hielt sich Schütte bedeckt, ließ aber durchblicken, dass im dritten Quartal durchaus die Nummer vier über die Bühne gehen könnte.
Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig und das ihr angeschlossene Institut zur Bewahrung der sächsischen Mundart wird es damit nicht belassen – und weiter mit originellen Angeboten präsent sein. Auf dem Plakat zur Sonntags-Soiree stand: „Überraschungen sind möglich!“ Das gilt für alles, was in der Planung ist. Bleiben Sie schön neugierig und – lassen Sie sich überraschen.

Barocke Kanzel erstrahlt in alter Pracht

6. April 2007

Kultur- und Umweltstiftung unterstützt Innensanierungen der Röthaer Marienkirche mit 10.000 Euro

Rötha3-1(Rötha) Die Geschichte der Röthaer Marienkirche, einer für diese Region typischen spätgotischen Kirche, geht auf das beginnende 16. Jahrhundert zurück. Die Geschichte eines wundertätigen Birnbaumes mit der Erscheinung eines Marienbildes veranlasste die Nonnen des Leipziger Georgenklosters zum Bau einer Wallfahrtskirche. Die Marienkirche, die zu den zahlreichen, im 15. und 16. Jahrhundert im Mulde- und Pleißental entstandenen Hallenkirchen zählt, erlebte seit ihrer Gründung um 1510 ein bewegtes Schicksal. Herausgegriffen sei hier die Absicht, die Kirche aufgrund ihres Verfalls abzureißen (1947), die kurz darauf glücklicherweise fallengelassen wurde. Anschließende Sanierungen konnten nur das Nötigste beheben und blieben stets unvollendet. Erst 1997 konnte eine umfassende Sanierung der Außenhülle der Marienkirche abgeschlossen werden. Seit seiner Gründung 2003 engagiert sich der Förderverein für den Erhalt der Kirche sowie für die dringend notwendige Restaurierung des Kircheninnenraums und seiner Ausstattung, die nun in eine weitere Phase ging. weiterlesen »