Pressemitteilung 25.07.2017: Historische Bibliothek wird schrittweise wiedervereint

Zusammenführung der ehemaligen Schlossbibliothek Rötha weist erste Erfolge auf

Leipzig/Rötha/Dresden, der 25. Juli 2017. Nach einem Jahr intensiver Arbeit sind bei der Zusammenführung der Freiherrlich von Friesen’schen Schlossbibliothek Rötha, gefördert durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, erste Erfolge sichtbar: Insgesamt etwa 3.300 Bücher mit sicherer oder vermutlicher Herkunft aus Rötha haben bereits ihren Platz in den Magazinregalen der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) gefunden. Einst umfasste die Bibliothek wohl über 10.000 Bände. Mehr dazu …

25.07.2017


Pressemitteilung 13.07.2017: Ein Flügel auf Reisen

Instrument im Pegauer Volkshaus wird Dank Förderung restauriert

Leipzig/Pegau, der 13. Juli 2017. Der Flügel aus dem Volkshaus Pegau erhält dank einer Förderung über 5.000 Euro der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig eine umfassende Restaurierung. „Der Flügel, gefertigt von der Firma Heyl aus Borna, ist ein hochwertiges historisches Instrument, das nur durch eine umfassende Reparatur auch in Zukunft weiter genutzt werden und die Pegauer mit seinem Klang erfreuen kann“, so Gabriele Greiner, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, zu den Beweggründen für die Förderung. Mehr dazu …

13.07.2017


Pressemitteilung 06.07.2017: Umfassende Schönheitskur für den Röthaer Schlossteich

Durch die Sparkassenstiftung geförderte Sanierung des Teiches startet im Herbst mit Entschlammung

Leipzig/Rötha, der 6. Juli 2017. Die bereits in den vergangenen Jahren dank maßgeblicher Unterstützung durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig schrittweise Wiederherstellung des Schlossparkes zu Rötha wird am Schlossteich fortgesetzt. Die von der Stadt Rötha geplante Sanierung des Teiches fördert die Stiftung mit 10.000 Euro. Der symbolische Scheck wurde bei einem Pressetermin am Schlossteich durch den Geschäftsführenden Vorstand der Stiftung Stephan Seeger an Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn übergeben. Der Schlossteich gehört zum historisch bedeutsamen Ensemble des 1969 gesprengten Schloss der Freiherren von Friesen. Das Schloss erlangte Berühmtheit als Hauptquartier der gegen Napoleon alliierten Mächte während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. „Die Bemühungen in der Stadt Rötha, historisch bedeutsame Schauplätze zu erhalten und zu pflegen, begleiten wir schon seit vielen Jahren“, kommentiert Stephan Seeger die Förderung: „Nachdem bereits Projekte um das ehemalige Röthaer Schloss sowie der Schlosspark durch uns gefördert wurden, soll nun auch der Schlossteich seine längst überfällige Pflege erhalten“, so Seeger weiter.

Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung (rechts im Bild) übergibt den symbolischen Scheck über 10.00 Euro an Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn. Im Hintergrund der Schlossteich. (Foto: Kultur- und Umweltstiftung)

Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung (rechts im Bild) übergibt den symbolischen Scheck über 10.00 Euro an Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn. Im Hintergrund der Schlossteich. (Foto: Kultur- und Umweltstiftung)

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06.07.2017


Pressemitteilung 19.06.2017: Erinnerungen erhalten

Kultur- und Umweltstiftung macht mit ihrer Förderung die Restaurierung einer Gefallenen-Gedenktafel möglich

Leipzig/Frohburg, der 19. Juni 2017. Mit 6.000 Euro fördert die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land eine Gedenktafel für Gefallene des Ersten Weltkrieges im Frohburger Ortsteil Benndorf. „Der Förderverein Rittergut Benndorf e. V. engagiert sich schon seit vielen Jahren für den Erhalt historisch bedeutsamer Gebäude und Anlagen im Ort“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Sparkassenstiftung: „Damit auch das Gedenken an die Gefallenen aus Benndorf erhalten bleibt, unterstützen wir den Verein bei der Restaurierung.“ Mehr dazu …

19.06.2017


Pressemitteilung 12.06.2017: Im Zeichen des Einigungsgedankens

Das 11. Schillerfest in Kahnsdorf wird durch die Kultur- und Umweltstiftung ermöglicht

Leipzig/Frohburg, der 12. Juni 2017. Vom 16. bis zum 18. Juni findet das Schillerfest im Rittergut Kahnsdorf statt, das mit 2.500 Euro durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig gefördert wird. Die elfte Ausgabe des Festes steht, erstmals organisiert durch den Pro Regio e. V., unter dem Motto „Freude, schöner Götterfunke“. „Das Schillerfest bildete bereits in den vergangenen Jahren einen kulturellen Höhepunkt in der Region“, erklärt Gabriele Greiner, Vorstandsvorsitzende der Kultur- und Umweltstiftung. „Nicht nur die starke Verwurzelung in Kahnsdorf, sondern auch die kulturelle Vielfalt des Festes sind zwei Dinge, die wir für sehr unterstützenswert erachten“, so Greiner weiter. Mehr dazu …

12.06.2017



Stiftung

Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land wurde im Jahre 2001 anlässlich des 175. Firmenjubiläums der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur und den kulturellen Reichtum im ehemaligen Landkreis Leipziger Land zu bewahren und zu fördern.

Finanzierung

Finanziert werden die Stiftungs-Projekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Struktur

Der Stiftungsrat ist das höchste Gremium der Stiftung. Der Stiftungsrat hat, entsprechend einem Aufsichtsrat bei Kapitalgesellschaften oder einem Verwaltungsrat bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts, kontrollierende und beratende Funktion. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe von Stiftungsmitteln im Rahmen der vom Stiftungsrat vorgegebenen Richtlinien.

Förderungen

Die Stiftung fördert Einzelprojekte in den Bereichen Kultur und Umwelt im ehemaligen Landkreis Leipziger Land. Bewerben können sich gemeinnützige Vereine, Schulen und Kommunen. Von der Förderung ausgeschlossen sind Projekte, die in erster Linie staatliche Aufgaben sind oder der Gemeinnützigkeit widersprechen.

Antragstellung

Förderanträge müssen folgendes enthalten:

  • Projektbeschreibung
  • Finanzierungsplan, der Eigen- und Drittmittel ausweist
  • Höhe des Förderbedarfs
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit
  • Vereinssatzung

Anträge können bis zum 15. September eines jeden Jahres für das Folgejahr bei der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land eingereicht werden.

Sie können den beiliegenden Förderantrag nutzen:
PDF: Förderantragsformular

Die Stiftung erbittet zur Antragstellung die Nutzung dieser Formulare. Zum Ansehen bzw. Drucken benötigen Sie den Acrobat Reader von Adobe. Sollten Sie den Acrobat Reader nicht auf Ihrem PC installiert haben, können Sie ihn bei Adobe kostenlos herunterladen.

Anschrift der Stiftung

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Förderprojekte

Auf dieser Seite finden Sie Beispiele von Projekten und Veranstaltungen der Kultur- und Umweltstiftung.

Zusätzlich sind alle Projekte im Zusammenhang mit dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht thematisch in einer gesonderten Rubrik Völkerschlacht zusammengefasst.

Sie finden in dieser Rubrik ebenso eine Auswahl der aktuell und bisher geförderten Projekte der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig. Diese sind nach Jahren geordnet.

Verlängerung_Lindenallee_Eythra_5 (Gunter Arndt)

Röthaer_Raben_Theaterprojekt_1 (IG Röthaer Stadtraben n. e.  V.)

Schlosspark_Benndorf_4 (Denis Brauße)

Patrouillenritt_2013_1 (LiebDorf-1813, frühere Ritte)

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Presse

Pressemitteilung 25.07.2017: Historische Bibliothek wird schrittweise wiedervereint

Zusammenführung der ehemaligen Schlossbibliothek Rötha weist erste Erfolge auf

Leipzig/Rötha/Dresden, der 25. Juli 2017. Nach einem Jahr intensiver Arbeit sind bei der Zusammenführung der Freiherrlich von Friesen’schen Schlossbibliothek Rötha, gefördert durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, erste Erfolge sichtbar: Insgesamt etwa 3.300 Bücher mit sicherer oder vermutlicher Herkunft aus Rötha haben bereits ihren Platz in den Magazinregalen der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) gefunden. Einst umfasste die Bibliothek wohl über 10.000 Bände.

Im Juli vergangenen Jahres wurde zur Umsetzung dieses Projekts eine Kooperationsvereinbarung zwischen der heutigen Eigentümerin der Bibliothek, der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, sowie der SLUB und dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen geschlossen. „In den vergangenen zwölf Monaten konnten weitestgehend alle uns bekannten und bereits verifizierten Bestände der einstigen Bibliothek in die SLUB überführt werden“, freut sich Gabriele Greiner, Vorstandsvorsitzende der Kultur- und Umweltstiftung. Das vereinbarte Projekt zur Wiederherstellung der Schlossbibliothek an einem Ort liegt damit gut im Zeitplan und wird bis voraussichtlich Juni 2018 zu großen Teilen abgeschlossen sein.

Bereits zwischen 2009 und 2013 hatte die SLUB eine Recherche in ihren Beständen durchgeführt und so 1.361 Bücher gefunden, die sicher der Schlossbibliothek Rötha zugeordnet werden konnten. Diese wurden an Heinrich Freiherr von Friesen, den letzten Nachfahren der Familie von Friesen, restituiert. Freiherr von Friesen übertrug 2014 seine Eigentumsrechte an die Sparkassenstiftung. Etwa 800 weitere Bände sowie die historischen Kataloge der Sammlung befanden sich im Landesamt für Denkmalpflege. Diese wurden vollständig in die SLUB übernommen und im Magazin platziert. Bei weiteren etwa 1.100 Büchern ist die Herkunft aus Rötha noch nicht sicher belegt.

Schlossbibliothek (Privatarchiv Heinrich Freiherr von Friesen)

Blick in die Bibliothek des Schlosses Foto: Privatarchiv Heinrich Freiherr von Friesen

Inzwischen wurden durch die Mitarbeiter der SLUB die beiden Katalogbände der Schlossbibliothek aus den Jahren 1905/1906 vollständig transkribiert und digitalisiert. Sie verdeutlichen noch einmal die Bedeutung, die die von Friesen‘sche Schlossbibliothek einst hatte: Etwa 10.000 Bände sind hier verzeichnet – damit bildete der Bücherschatz der Familie von Friesen eine der wichtigsten privaten Sammlungen in ganz Sachsen.

Die zusammengetragenen Bestände werden aktuell den entsprechenden Katalogeinträgen der beiden Kataloge zugeordnet. Für etwa 1.000 Bücher ist dies bereits geschehen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde auch der SLUB-Katalog weiterentwickelt und modifiziert: Künftig wird hier die Provenienz des Werkes angezeigt, sodass die Bestände der „Freiherrlich von Friesen’schen Schlossbibliothek zu Rötha“ eindeutig zugeordnet werden können.

Weitere Schritte sind nun die Herkunftsverifizierung der bisher als fraglich eingestuften Bestände in der SLUB sowie die Ermittlung von noch fehlenden Büchern. Außerdem sollen die Werke im Lesesaal der SLUB interessierten Bibliotheksnutzern zugänglich gemacht werden. Langfristig ist eine Überführung der Bibliothek zurück an ihren historischen Standort in Rötha angestrebt, sofern eine dafür geeignete Unterbringung vorhanden ist.

Um auf Schloss und Bibliothek aufmerksam zu machen, zeigt die Internetseite der Kultur- und Umweltstiftung ebenfalls seit 2016 ein 3D-Modell des Schlosses Rötha in seiner Form von 1669. „Das Modell soll dem Betrachter eine Vorstellung davon geben, wie dieses für Rötha so bedeutsame Gebäude einst aussah“, erklärt Gabriele Greiner. Aktuell ist das Schloss bereits mitsamt Außenfassade und Umgebung online zu sehen (zum Schlossmodell).

3-D-Modell_Schloss_Rötha (Martin Fiedler)

3-D-Modell des ehemaligen Schlosses Rötha (erstellt durch rüstungsschmie.de)

Hintergrund:
Die Schlossbibliothek Rötha galt einst als eine der wertvollsten Privatbibliotheken Sachsens. Die Bibliothek wurde jedoch im Zuge der Enteignung der von Friesens nach 1945 auf zahllose Bibliotheken in Ostdeutschland verteilt. Das Schloss selbst wurde 1969 von den kommunistischen Machthabern gesprengt.

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Erich-Loest-Archiv

Erich Loest zum 90. Geburtstag – Andenken an wirkmächtigen Literaten

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig lobt den „Erich-Loest-Preis“ aus

Am 24.2.2016 wäre Erich Loest 90 Jahre alt geworden. Für die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig Anlass, den

Erich-Loest-Preis

auszuloben. Der Preis wird erstmals am 24. Februar 2017 und dann alle zwei Jahre vergeben; er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung: „Stiftungsvorstand und Stiftungsrat ehren mit dieser Entscheidung einen wirkmächtigen Literaten, gesellschaftspolitisch denkenden Kopf, stetigen Mahner, wenn die Untiefen deutscher und deutsch-deutscher Geschichte in Vergessenheit zu drohen gerieten, und bekennenden Leipziger, dem die Geschicke seiner Stadt eine Herzensangelegenheit waren.“

Der Erich-Loest-Preis wird bevorzugt an Autoren aus Mitteldeutschland vergeben; er wird nicht ausgeschrieben. Die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers erfolgt ausschließlich über die Jury, in der jedes Mitglied eine Stimme hat. Details werden in den Vergaberichtlinien festgelegt, die zurzeit ausgearbeitet und mit der Jury abgestimmt werden. Mitglieder der Jury sind: Hartwig Hochstein, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung a. D. und Mitglied des Stiftungsrates der Medienstiftung, als Vorsitzender; Dr. Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung; Dr. Thomas Brückner, Autor und Herausgeber; Jan Emendörfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung und Mitglied des Stiftungsrates der Medienstiftung; Ullrich Hammerschmidt, Freie Presse/Chemnitz; Prof. Dr. Josef Haslinger, Deutsches Literaturinstitut an der Universität Leipzig; Sven Felix Kellerhoff, Die Welt; Thomas Mayer, Journalist und Autor; Regine Möbius, ver.di-Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur; Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung/Halle; Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Linde Rotta, Schriftstellerin; Dr. Katrin Schumacher, MDR Figaro. (weitere Informationen finden Sie hier.)

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Leipzig und Erich Loest, welche eine Beziehung! Wie John Dos Passos und New York, James Joyce und Dublin.“

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparkassenstiftung, betont: „Leipzig und Erich Loest, welche eine Beziehung! Wie John Dos Passos und New York, James Joyce und Dublin. Erich Loest hat Leipzig nicht nur einmal zu seinem Thema gemacht. Leipzig war ‚sein‘ Thema. Er hat unsere Stadt in die Literatur des 20. Jahrhunderts eingeschrieben: ‚Völkerschlachtdenkmal‘, ‚Nikolaikirche‘, ‚Reichsgericht‘, ‚Löwenstadt‘. Mit einem weiteren Buchtitel ist alles gesagt: ‚Leipzig ist unerschöpflich‘. Der ‚Erich-Loest-Preis‘ der Medienstiftung unserer Sparkasse spricht von dieser einzigartigen Beziehung eines Autors zu seiner Stadt.“

Linde Rotta: „Sein Schreiben blieb stets Mahnung zur Wachsamkeit, niemals wieder unsere demokratische Freiheit aufs Spiel zu setzen.“

Über die Entscheidung der Stiftungsgremien freut sich seine Lebensgefährtin Linde Rotta: „… ‚und was du siehst, das schreibe in ein Buch‘ (Off. Joh. I, 11) – obwohl kein praktizierender Christ, könnte kein Wort besser den geistigen Auftrag erklären, an den Erich Loest sich literarisch gebunden sah. Zwei durchlittene Diktaturen hatten ihn zum tief überzeugten Demokraten geläutert. Sein Schreiben blieb stets Mahnung zur Wachsamkeit, niemals wieder unsere demokratische Freiheit aufs Spiel zu setzen. Lügen, Taktierereien, Sonntagsreden waren seine Sache zu keiner Zeit, literarische Manierismen verabscheute er zutiefst. Sein Prinzip: Das deutliche Wort. Charakterliche Geradlinigkeit, eine klare moralische Haltung werden sein unverkennbares Markenzeichen bleiben.“

Dr. Harald Langenfeld: „Erich Loests Stimme fehlt uns, gerade jetzt, gerade heute.“

Erich Loest war Gründungsmitglied der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und gab ihr über viele Jahre als Stiftungsratsmitglied wichtige Impulse. Am Sitz der Leipziger Sparkassen-Stiftungen, der Villa Ida, wird sein literarischer Nachlass gepflegt und bewahrt. Die Bedeutung des Autors für die Stiftung erklärt Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung: „Erich Loests Stimme fehlt uns, gerade jetzt, gerade heute. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er, der wie kaum ein anderer die jüngere deutsche Geschichte durchlebt und erlitten hat, die Ereignisse, die sich seit geraumer Zeit beinahe jeden Montag auf den Straßen Dresdens, Leipzigs und an anderen Orten abspielen, kommentiert hätte. Erich Loest war unseren Stiftungen langjähriger Begleiter, Förderer, Mäzen und treuer Freund. Es ist unserer Medienstiftung Ehre und Verpflichtung zugleich, zum 90. Geburtstag Erich Loests‘ einen Literatur-Preis seines Namens auszuloben; ein Name, der mit hervorragenden Charaktereigenschaften eines Menschen verbunden ist: Mut, Wahrheitsliebe, Unerschrockenheit, Menschlichkeit.“

Die Stadt Leipzig ehrt ihren verstorbenen Ehrenbürger durch die Benennung der Bibliothek im Stadtteil Gohlis mit dem Namen Erich-Loest-Bibliothek am 24. Februar 2016, 11 Uhr, Georg-Schumann-Straße 105, 04155 Leipzig.

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Völkerschlacht

Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig unterstützt seit vielen Jahren das Gedenken an die Völkerschlacht. Die Stiftung ist Partner zahlreicher Projektträger im Leipziger Umland und unterstützte mit zahlreichen Förderungen Aktivitäten im ehemaligen Landkreis Leipziger Land im Gedenkjahr 2013.

Zum 200. Mal jährte sich im Oktober 2013 die Völkerschlacht bei Leipzig. Das Ereignis vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege im Kampf der alliierten Österreicher, Preußen, Russen und Schweden gegen die Truppen Napoleon Bonapartes – und eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Zukunft Europas, die die Region Leipzig ins Zentrum der Weltgeschichte rückte. Vier Tage lang waren bis zu 600.000 Soldaten an der Schlacht um die Vorherrschaft in Europa beteiligt. 100.000 getötete und verwundete Menschen zeigen die Härte der damaligen Kämpfe. Nach der Niederlage bei Leipzig musste sich der französische Kaiser nach Westen über den Rhein zurückziehen, der Weg war frei für die Neuordnung der europäischen Machtverhältnisse auf dem Wiener Kongress.

Zahlreiche Gemeinden, Vereine und Institutionen aus dem Südraum Leipzigs arbeiteten zum Teil mehrere Jahre intensiv und mit sehr viel Engagement daran, den 200. Jahrestag der Völkerschlacht angemessen zu würdigen: Mehrere Ausstellungen, beispielsweise im Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain oder dem Markkleeberger Torhaus verwiesen auf die historische Dimension des Ereignisses. Entscheidende Schauplätze wurden aufwändig restauriert. Tausende Menschen beteiligten sich an einer historischen Nachstellung der Schlacht (Reenactment) oder einzelnen Facetten wie den Patrouillenritten zwischen den Truppenteilen und ihren Quartieren.

Ein Gedenktreffen in Leipzig und Rötha, 1813 das Hauptquartier der gegen Napoleon verbündeten Heere, war einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten im Oktober 2013: Nachkommen der 1813 maßgeblich in die Geschehnisse involvierten Fürstenhäuser folgten der Einladung der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig und des Fördervereins Rötha – Gestern. Heute. Morgen. e. V., um am historischen Ort gemeinsam der Gefallenen der Völkerschlacht zu gedenken. Das Treffen hielt die Erinnerung an das Jahr 1813 – jedoch ebenso an das Jahr 1913, den Vorabend des 1. Weltkrieges – wach. Es gemahnte uns an die Zerbrechlichkeit des Friedens in Europa gerade auch in der heutigen Zeit europäischer Finanz-, Wirtschafts- und Identitätskrisen. Für das Gedenktreffen an die Völkerschlacht in Leipzig und Rötha übernahm die Stiftung selbst gemeinsam mit dem Förderverein Rötha – Gestern. Heute. Morgen. e. V. die Gastgeberrolle.

In einem gemeinsamen Kommuniqué, das im Verlauf der Gedenkveranstaltungen im „Mediencampus Villa Ida“ unterzeichnet wurde, betonten die Repräsentanten der Fürstenhäuser: „Wir haben in Leipzig erlebt, wie die Kämpfe unserer Vorväter Erfüllung finden, indem die Feindschaft erlischt. Wir wünschten, dass Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft, in Wirtschaft und Medien ihr Handeln, den Bürgern und Gästen Leipzigs folgend, darauf ausrichteten, das gemeinsame Haus Europa in seinem Umfeld zu befrieden und in seinen Fundamenten zu stärken“.

In eben jenem historischem Bewusstsein und im Geiste des gemeinsamen Hauses Europa, halten Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und Verbänden die Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig lebendig. Im Ansinnen, ihre verdienten Vertreterinnen und Vertreter zu ehren, stiftet die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig seit 2015 den Kommandant-Prendel-Orden. Ausgezeichnet mit dem Kommandant-Prendel-Orden können nur Männer und Frauen werden, die sich in nationalen und internationalen Vereinen und Verbänden seit vielen Jahren kontinuierlich ehrenamtlich in der Region Leipzig engagieren, um die Erinnerung an die Ereignisse der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813 wachzuhalten.

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Kontakt

Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig
Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663

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