Pressemitteilung 02.09.2016: Neuer Gedenkstein für Opfer des Zweiten Weltkriegs

Sparkassenstiftung förderte Errichtung des Denkmals in Gnandstein, das am 3. September eingeweiht wird

Leipzig/Gnandstein, der 2. September 2016. In Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit wird am morgigen Samstag, 3. September 2016 in Gnandstein ein Denkmal feierlich eingeweiht, dessen Sanierung und Gestaltung durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig mit 3.500 Euro gefördert wurde. „Gedenksteine sind nicht nur Orte persönlichen Gedenkens. Sie erinnern uns auch daran, dass Kriege immer auch Menschen betreffen, die weit weg von der Front leben, dass Leid und Schmerzen nicht auf die unmittelbaren Schlachtfelder begrenzt sind“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig, die Unterstützung für das Projekt: „Insofern ist es besonders wichtig, dass durch das große Engagement der ‚Interessengemeinschaft Denkmal Gnandstein‘ zusätzlich zur Neuschaffung auch der bereits vorhandene Gedenkstein für die Opfer des Ersten Weltkriegs restauriert werden konnte.“

Kriegerdenkmal Gnandstein  (Interessengemeinschaft Kriegsgräberdenkmal Gnandstein e. V.)

Foto: Interessengemeinschaft Kriegsgräberdenkmal Gnandstein e. V.

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02.09.2016


Pressemitteilung 05.08.2016: Rötha: Digitales Schloss-Modell lenkt Aufmerksamkeit auf bedeutende, jahrhundertealte Bibliothek

Leipzig/Dresden, den 5.August.2016. Ein digitales 3D-Modell des Schlosses Rötha auf der Internetseite der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig lenkt seit heute die Aufmerksamkeit auf die „Freiherrlich von Friesen’sche Schloßbibliothek Rötha“. Die Präsentation ist Teil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Diese sieht vor, dass die wohl noch existierenden etwa 4.000 Bände der einst über 10.000 Werke umfassenden Bibliothek aus dem Röthaer Schloss der Freiherren von Friesen, deren Bestand mit der Enteignung der Schlossherren 1945 und der Sprengung des Schlosses im Jahr 1969 in zahlreiche Teile zerlegt wurde, an einem Ort, vorläufig der SLUB, zusammengeführt werden. Mehr dazu …

05.08.2016


Pressemitteilung 23.06.2016: Lehrreiche Kunstwerke

Das Naturschutzzentrum Groitzsch erhält dank Kultur- und Umweltstiftung neue Schautafeln

Leipzig/Groitzsch, der 23. Juni 2016. Das Naturschutzzentrum Groitzsch präsentiert am kommenden Samstag, 25. Juni 2016, anlässlich des Tages der offenen Tür erstmals neue, von der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig mit 5.000 Euro geförderte Schautafeln. Darauf zu sehen sind viele verschiedene regionale Tier- und Pflanzenarten in ihrem natürlichen Lebensraum, allesamt handgemalt von der Hohendorfer Künstlerin Katrin Scholz. „Das Naturschutzzentrum Groitzsch besteht seit fast 30 Jahren und ebenso alt waren die bisherigen Schautafeln im Außengelände“, begründet Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, die Finanzierung des Projekts. „Wir unterstützen damit den wertvollen Beitrag des Naturschutzzentrums zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen.“ Mehr dazu …

23.06.2016


Pressemitteilung 08.06.2016: Geflüchtet und angekommen

Kultur- und Umweltstiftung fördert das 10. Schillerfest in Kahnsdorf

Leipzig / Kahnsdorf, der 8. Juni 2016. Am Freitag geht das Schillerfest des Heimatvereins des Bornaer Landes e. V. in Kahnsdorf, dessen Ausrichtung die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig in den vergangenen Jahren mehrfach unterstützte, in seine 10. Auflage. „Wir freuen uns, dass sich das Fest in den vergangenen Jahren nicht nur etabliert, sondern auch zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat“, sagt Gabriele Greiner, Vorstandsvorsitzende der Kultur- und Umweltstiftung. „Es leistet einen Beitrag, um die kulturelle Identität des Leipziger Südraums zu stärken, der sich in den vergangenen Jahren so stark gewandelt hat“, so Greiner weiter. Die Stiftung fördert die Ausrichtung des Festes deshalb in diesem Jahr erneut mit 2.500 Euro. Mehr dazu …

08.06.2016


Pressemitteilung 02.06.2016: Die Auferstehung einer Orgel

Kultur- und Umweltstiftung fördert Restaurierung der Poppe-Orgel von Großpötzschau

Leipzig / Großpötzschau, der 2. Juni 2016. Die restaurierte und wieder aufgebaute Poppe-Orgel von Großpötzschau wird an diesem Sonntag, 5. Juni 2016, erneut geweiht. Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land unterstützte das beharrliche und langjährige Engagement des Fördervereins für das bedeutende Instrument mit insgesamt 15.000 Euro. „Bei der Orgel der Gemeinde Großpötzschau handelt es sich um das einzige in Sachsen erhaltene Instrument des namhaften Orgelbaumeisters Christian Friedrich Poppe“, so Gabriele Greiner, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. „Die Orgel ist damit nicht nur lokal von ideellem Wert, sondern darüber hinaus von besonderer denkmalpflegerischer Bedeutung.“ Die Erhöhung der Fördermittelzusage der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land nach bereits bewilligten 5.000 Euro um weitere 10.000 Euro habe Fördermittel des Landesamt für Denkmalpflege erst möglich gemacht, so Greiner weiter. Mehr dazu …

02.06.2016



Stiftung

Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land wurde im Jahre 2001 anlässlich des 175. Firmenjubiläums der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur und den kulturellen Reichtum im ehemaligen Landkreis Leipziger Land zu bewahren und zu fördern.

Finanzierung

Finanziert werden die Stiftungs-Projekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Struktur

Der Stiftungsrat ist das höchste Gremium der Stiftung. Der Stiftungsrat hat, entsprechend einem Aufsichtsrat bei Kapitalgesellschaften oder einem Verwaltungsrat bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts, kontrollierende und beratende Funktion. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe von Stiftungsmitteln im Rahmen der vom Stiftungsrat vorgegebenen Richtlinien.

Förderungen

Die Stiftung fördert Einzelprojekte in den Bereichen Kultur und Umwelt im ehemaligen Landkreis Leipziger Land. Bewerben können sich gemeinnützige Vereine, Schulen und Kommunen. Von der Förderung ausgeschlossen sind Projekte, die in erster Linie staatliche Aufgaben sind oder der Gemeinnützigkeit widersprechen.

Antragstellung

Förderanträge müssen folgendes enthalten:

  • Projektbeschreibung
  • Finanzierungsplan, der Eigen- und Drittmittel ausweist
  • Höhe des Förderbedarfs
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit
  • Vereinssatzung

Anträge können bis zum 15. September eines jeden Jahres für das Folgejahr bei der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land eingereicht werden.

Sie können den beiliegenden Förderantrag nutzen:
PDF: Antrag auf Förderung
Word: Antrag auf Förderung

Die Stiftung erbittet zur Antragstellung die Nutzung dieser Formulare. Zum Ansehen bzw. Drucken benötigen Sie den Acrobat Reader von Adobe. Sollten Sie den Acrobat Reader nicht auf Ihrem PC installiert haben, können Sie ihn bei Adobe kostenlos herunterladen.

Anschrift der Stiftung

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Förderprojekte

Auf dieser Seite finden Sie Beispiele von Projekten und Veranstaltungen der Kultur- und Umweltstiftung.

Zusätzlich sind alle Projekte im Zusammenhang mit dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht thematisch in einer gesonderten Rubrik Völkerschlacht zusammengefasst.

Sie finden in dieser Rubrik ebenso eine Auswahl der aktuell und bisher geförderten Projekte der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig. Diese sind nach Jahren geordnet.

Verlängerung_Lindenallee_Eythra_5 (Gunter Arndt)

Röthaer_Raben_Theaterprojekt_1 (IG Röthaer Stadtraben n. e.  V.)

Schlosspark_Benndorf_4 (Denis Brauße)

Patrouillenritt_2013_1 (LiebDorf-1813, frühere Ritte)

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Presse

Pressemitteilung 02.09.2016: Neuer Gedenkstein für Opfer des Zweiten Weltkriegs

Sparkassenstiftung förderte Errichtung des Denkmals in Gnandstein, das am 3. September eingeweiht wird

Leipzig/Gnandstein, der 2. September 2016. In Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit wird am morgigen Samstag, 3. September 2016 in Gnandstein ein Denkmal feierlich eingeweiht, dessen Sanierung und Gestaltung durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig mit 3.500 Euro gefördert wurde. „Gedenksteine sind nicht nur Orte persönlichen Gedenkens. Sie erinnern uns auch daran, dass Kriege immer auch Menschen betreffen, die weit weg von der Front leben, dass Leid und Schmerzen nicht auf die unmittelbaren Schlachtfelder begrenzt sind“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig, die Unterstützung für das Projekt: „Insofern ist es besonders wichtig, dass durch das große Engagement der ‚Interessengemeinschaft Denkmal Gnandstein‘ zusätzlich zur Neuschaffung auch der bereits vorhandene Gedenkstein für die Opfer des Ersten Weltkriegs restauriert werden konnte.“

Kriegerdenkmal Gnandstein  (Interessengemeinschaft Kriegsgräberdenkmal Gnandstein e. V.)

Foto: Interessengemeinschaft Kriegsgräberdenkmal Gnandstein e. V.

„Nachdem sich die ehemalige Gnandsteiner Einwohnerin Irma Döring jahrelang um den Denkstein für die Toten des Ersten Weltkrieges gekümmert hatte, präsentierte sich die Anlage rund um das Denkmal nach ihrem Tod oftmals in einem unschönen Zustand“, erklärt die Gnandsteinerin Christine Illguth. Das war für sie Anlass, sich um den Erhalt des vorhandenen Gedenksteins zu bemühen – und auch, einen weiteren für die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit zu initiieren. Gemeinsam mit Monika Bryl gründete sie die „Interessengemeinschaft Denkmal Gnandstein“ und ging auf Spuren- und Spendensuche.

Über 60 Tote verzeichneten die Gemeinden Gnandstein, Dolsenhain und Wüstenhain in Kriegs- und Nachkriegszeiten. Aber: „Das Bewusstsein für den Zweiten Weltkrieg lässt nach, vor allem bei den jüngeren Generationen. Deshalb war die Spendensammlung sehr langwierig“, sagt Illguth. Erst eine große Einzelspende des ehemaligen Altmörbitzer Einwohners Martin Krüger sowie die Unterstützung der Sparkassenstiftung machten den neuen Gedenkstein ebenso wie die Restaurierung des alten möglich. „Zusätzlich zum Gedenkstein wurde ein Buch initiiert, das die Namen der bisher bekannten Opfer des Zweiten Weltkriegs verzeichnet und das fortgeschrieben werden kann, wenn es neue Erkenntnisse gibt“, so Illguth.

Das neu errichtete Denkmal wird nun der Öffentlichkeit am 3. September, 14 Uhr im Rahmen einer Einweihungsfeier übergeben. Bei dieser wird neben Stephan Seeger auch Georg-Ludwig von Breitenbuch, Mitglied des Sächsischen Landtags, erwartet. Eine Andacht in der Gnandsteiner Kirche wird die Feierlichkeit beschließen.

Kontakt:
Interessengemeinschaft Denkmal Gnandstein, Frau Christine Illguth,
Tel.: 01577-7590813

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Erich-Loest-Archiv

Erich Loest zum 90. Geburtstag – Andenken an wirkmächtigen Literaten

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig lobt den „Erich-Loest-Preis“ aus

Am 24.2.2016 wäre Erich Loest 90 Jahre alt geworden. Für die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig Anlass, den

Erich-Loest-Preis

auszuloben. Der Preis wird erstmals am 24. Februar 2017 und dann alle zwei Jahre vergeben; er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung: „Stiftungsvorstand und Stiftungsrat ehren mit dieser Entscheidung einen wirkmächtigen Literaten, gesellschaftspolitisch denkenden Kopf, stetigen Mahner, wenn die Untiefen deutscher und deutsch-deutscher Geschichte in Vergessenheit zu drohen gerieten, und bekennenden Leipziger, dem die Geschicke seiner Stadt eine Herzensangelegenheit waren.“

Der Erich-Loest-Preis wird bevorzugt an Autoren aus Mitteldeutschland vergeben; er wird nicht ausgeschrieben. Die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers erfolgt ausschließlich über die Jury, in der jedes Mitglied eine Stimme hat. Details werden in den Vergaberichtlinien festgelegt, die zurzeit ausgearbeitet und mit der Jury abgestimmt werden. Mitglieder der Jury sind: Hartwig Hochstein, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung a. D. und Mitglied des Stiftungsrates der Medienstiftung, als Vorsitzender; Dr. Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung; Dr. Thomas Brückner, Autor und Herausgeber; Jan Emendörfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung und Mitglied des Stiftungsrates der Medienstiftung; Ullrich Hammerschmidt, Freie Presse/Chemnitz; Prof. Dr. Josef Haslinger, Deutsches Literaturinstitut an der Universität Leipzig; Sven Felix Kellerhoff, Die Welt; Thomas Mayer, Journalist und Autor; Regine Möbius, ver.di-Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur; Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung/Halle; Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Linde Rotta, Schriftstellerin; Dr. Katrin Schumacher, MDR Figaro. (weitere Informationen finden Sie hier.)

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Leipzig und Erich Loest, welche eine Beziehung! Wie John Dos Passos und New York, James Joyce und Dublin.“

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparkassenstiftung, betont: „Leipzig und Erich Loest, welche eine Beziehung! Wie John Dos Passos und New York, James Joyce und Dublin. Erich Loest hat Leipzig nicht nur einmal zu seinem Thema gemacht. Leipzig war ‚sein‘ Thema. Er hat unsere Stadt in die Literatur des 20. Jahrhunderts eingeschrieben: ‚Völkerschlachtdenkmal‘, ‚Nikolaikirche‘, ‚Reichsgericht‘, ‚Löwenstadt‘. Mit einem weiteren Buchtitel ist alles gesagt: ‚Leipzig ist unerschöpflich‘. Der ‚Erich-Loest-Preis‘ der Medienstiftung unserer Sparkasse spricht von dieser einzigartigen Beziehung eines Autors zu seiner Stadt.“

Linde Rotta: „Sein Schreiben blieb stets Mahnung zur Wachsamkeit, niemals wieder unsere demokratische Freiheit aufs Spiel zu setzen.“

Über die Entscheidung der Stiftungsgremien freut sich seine Lebensgefährtin Linde Rotta: „… ‚und was du siehst, das schreibe in ein Buch‘ (Off. Joh. I, 11) – obwohl kein praktizierender Christ, könnte kein Wort besser den geistigen Auftrag erklären, an den Erich Loest sich literarisch gebunden sah. Zwei durchlittene Diktaturen hatten ihn zum tief überzeugten Demokraten geläutert. Sein Schreiben blieb stets Mahnung zur Wachsamkeit, niemals wieder unsere demokratische Freiheit aufs Spiel zu setzen. Lügen, Taktierereien, Sonntagsreden waren seine Sache zu keiner Zeit, literarische Manierismen verabscheute er zutiefst. Sein Prinzip: Das deutliche Wort. Charakterliche Geradlinigkeit, eine klare moralische Haltung werden sein unverkennbares Markenzeichen bleiben.“

Dr. Harald Langenfeld: „Erich Loests Stimme fehlt uns, gerade jetzt, gerade heute.“

Erich Loest war Gründungsmitglied der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und gab ihr über viele Jahre als Stiftungsratsmitglied wichtige Impulse. Am Sitz der Leipziger Sparkassen-Stiftungen, der Villa Ida, wird sein literarischer Nachlass gepflegt und bewahrt. Die Bedeutung des Autors für die Stiftung erklärt Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung: „Erich Loests Stimme fehlt uns, gerade jetzt, gerade heute. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er, der wie kaum ein anderer die jüngere deutsche Geschichte durchlebt und erlitten hat, die Ereignisse, die sich seit geraumer Zeit beinahe jeden Montag auf den Straßen Dresdens, Leipzigs und an anderen Orten abspielen, kommentiert hätte. Erich Loest war unseren Stiftungen langjähriger Begleiter, Förderer, Mäzen und treuer Freund. Es ist unserer Medienstiftung Ehre und Verpflichtung zugleich, zum 90. Geburtstag Erich Loests‘ einen Literatur-Preis seines Namens auszuloben; ein Name, der mit hervorragenden Charaktereigenschaften eines Menschen verbunden ist: Mut, Wahrheitsliebe, Unerschrockenheit, Menschlichkeit.“

Die Stadt Leipzig ehrt ihren verstorbenen Ehrenbürger durch die Benennung der Bibliothek im Stadtteil Gohlis mit dem Namen Erich-Loest-Bibliothek am 24. Februar 2016, 11 Uhr, Georg-Schumann-Straße 105, 04155 Leipzig.

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Danksagung

Am Gelingen der Gedenkveranstaltungen anläßlich des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig vom 17. bis 20. Oktober 2013 waren eine Vielzahl von Institutionen, Vereinen, Körperschaften, Firmen und Personen beteiligt, denen unser herzlicher Dank gilt.

Das Team der Stiftungen der Sparkasse Leipzig dankt der Stadt Leipzig und dem Freistaat Sachsen für Ihre Unterstützung. Ebenso gilt unser Dank den Kirchen, Landesbischof Jochen Bohl, S.E. Bischof Dr. Heiner Koch, S.E. Erzbischof Longin von Klin, Pfarrer Urs Ebenauer, Superintendent Martin Henker und Frank Schmidt, Pfarrer Christoph Krebs aus Rötha, Pfarrer Dietrich Oettler aus Borna, Pfarrerin Britta Taddiken von der Thomaskirche und Erzpriester Alexej Tomjuk von der Russischen Gedächtniskirche Leipzig. Wir danken herzlich Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller, Dr. Stefan Altner und den Thomanern.

Weiterer Dank gilt der Bürgerwehr und Stadtmusik Villingen, ihrem Kommandaten Hans-Joachim Böhm und Stadtmusikdirektor Markus Färber; den Mitgliedern des Fördervereins Rötha – Gestern. Heute. Morgen. e. V. und seinem Vorsitzenden Walter Christian Steinbach; der Stadtverwaltung Rötha und Bürgermeister Ditmar Haym; Polizeipräsident Bernd Merbitz und der Leipziger Polizei; Oberst Michael Knop und dem Landeskommando Sachsen; der Audi-Niederlassung Leipzig; Dr. Jörg Hammer und seinem Team; der Offizierheimgesellschaft Leipzig e. V.; dem Verband der Reservisten e. V. / Landesgruppe Sachsen; den Teams vom Hotel Michaelis und Auerbachs Keller; den Darstellungsgruppen und Fahnenabordnungen, den Kapellen und allen, die zum Gelingen eines würdigen Gedenkens beigetragen haben.

Wir danken Hans-Henning Freiherr von Bischoffshausen, Kai-Uwe Döhler, Nikolaus Faulstroh, Andreas Fischer, Andrey Golubev, René Grycner, Frank Hübler, Michél Kothe, Ingo Landleiter, Alexander Lindau, Eugen Lisewski, Andreas Rautenberg, Michael Rollberg, Wolf-Dieter Schmidt, Maximilian Graf zu Solms-Laubach, Volker Tzschucke und Dr. Lutz Zerling für ihren fachlichen Rat, ihr Engagement und ihre kompetente Unterstützung.

Ein besonderer Dank geht an unsere ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer Tobias Adam, Peter Arnold, René Beinecke, Anja Buerke, André Dahl, Sandy Feustel, David Fischer, Klaus-Dieter Kaack, Sophia Kappus, Alexander Kolano, Michael Krawczyk, Harald Küsel, Jörg Matheis, Jürgen Matuschek, Falk Müller, René Richter, Uwe Schaumburg, Jörg Schneider, Tyll Schultz, Martin Seller, Cedric Solms, Celina Solms, Fionna Solms, Dirk Trampenau, Kevin Trupke, Alexander Warnke, Katarina Werneburg, Martin Wiedmann, Martin Zabel, Konstantin Zech, Andre Zschuckelt und Daniel Zschuckelt.

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Kontakt

Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig
Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663

info(at)kultur-und-umweltstiftung.de

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Bauschild_final_grau

Für die 3D-Ansicht klicken Sie hier!
Durch Klicken in die Animation kann das 3D-Modell frei gedreht und geschwenkt (Draufsicht) werden. Die Ladezeit des 3D-Modells hängt von der jeweiligen Internetverbindung ab.

Die „Freiherrlich von Friesen’sche Schlossbibliothek Rötha“ – ein bedeutsames sächsisches Kulturdenkmal

Das ehemalige Schloss der Freiherren von Friesen in Rötha war zur Zeit der Völkerschlacht 1813 nicht nur Hauptquartier und Ort der Entscheidungen der alliierten Monarchen, Zar Alexander I. von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, es beherbergte neben einer der umfangreichsten Porträt-Gemäldesammlungen auch eine der bedeutendsten, über Jahrhunderte entstandenen Bibliotheken Sachsens. Der Ruf der Schlossbibliothek Rötha war so weitreichend, dass er bis nach Berlin gelangte. Jedenfalls machte Friedrich der Große auf dem Eilmarsch mit seiner Armee von Schlesien nach Rossbach – wo er bekanntlich die Reichsarmee schlug – Ende Oktober 1757 in Rötha Halt, wo er auch übernachtete. Er begehrte unbedingt die Schlossbibliothek zu sehen und ist dann lange in einem Buch lesend im Schloßpark spazieren gegangen. Die Hausherrin, die ihren abwesenden Gemahl vertrat, Christine Jakobine von Friesen geb. Gräfin Werthern, hat diese Begebenheit und ihre Konversation mit dem König von Preußen in einem ausführlichen Bericht der Nachwelt erhalten.

Das nun hier gezeigte, digitale 3D-Modell des Schlosses Rötha in seiner Form von 1669 soll eine Vorstellung von diesem für Rötha einst so bedeutsamen Gebäude geben. Das Modell ist im Werden und wird über die kommenden anderthalb Jahre Verbesserungen (Perspektiven, Außengelände mit Einfügung kleiner Pleiße sowie Anpassung der Turmbekrönung) und Ergänzungen erfahren.

Skizze_Schlossmodel_3 (von Friesen)

Skizze des ehemaligen Schlossareals von Heinrich Freiherr von Friesen. Nach den Erinnerungen Heinrich Freiherr von Friesens gestalten wir im kommenden Jahr das Umfeld des Schlosses im Modell nach.

Technischer Hinweis: In der Originalversion der 3D-Animation ist der automatische Abspielmodus auf verzögerungsfreie Wiedergabe optimiert. Um jedoch die Ladezeiten, die je nach technischen Voraussetzungen (Internetverbindung, Konfiguration des PCs) unterschiedlich hoch ausfallen können, für einen möglichst großen Anwenderkreis so weit wie möglich zu minimieren, wurde der automatische Ablauf der Onlineversion entsprechend angepasst.

„Mit der visuellen Wahrnehmung kann dem Betrachter erstmalig gezeigt werden, was von einer geschichtlich vollkommen verblendeten und barbarischen Ideologie zerstört wurde“, stellt Heinrich Freiherr von Friesen fest, letzter auf Schloss Rötha geborener Nachfahre der Familie. Ihm sei Rötha „mein Paradies“ gewesen, so Freiherr von Friesen: Der Baukörper des Schlosses, als „Hymnus auf den Westfälischen Frieden“, 1669 in dieser Form errichtet, strahle „ein vollkommenes Ebenmaß aus, fast schmucklos, ohne jegliche Ausladung, hoch repräsentativ, aber ohne jeglichen Prunk.“

Von 1592 bis 1945 residierte die Familie von Friesen, ab 1653 als Reichs-Freiherren, im Schloss zu Rötha. Der Bauherr des in der Animation dargestellten 1669 geschaffenen Schlosses Karl von Friesen wirkte als Präsident des Obersten Konsistorialgerichts in Leipzig und vertrat nach dem Westfälischen Frieden von 1648 sächsische Interessen beim Reichstag in Regensburg. Heinrich Friedrich Graf von Friesen (1681-1739) war königlich-polnischer und kursächsischer Geheimer Kabinettsminister, Generalleutnant und Gouverneur zu Dresden, Johann Georg Friedrich Freiherr von Friesen (1757-1824) war Oberkammerherr, Geheimer Rat und Oberaufseher der Kunstsammlungen und der Bibliothek in Dresden, Friedrich Freiherr von Friesen (1796-1871) wurde Mitglied und Präsident der 1. Kammer des Sächsischen Landtags.

Mit der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde die Familie enteignet und floh in den Westen. Heinrich Freiherr von Friesen bemüht sich seit 1990 um die Restitution des auf mehrere sächsische Bibliotheken verteilten Buchschatzes. Die seit 1990 restituierten Bücher sowie seine Eigentumsrechte an allen eindeutig der Schlossbibliothek zuzuordnenden Bücher und Handschriften überließ er, nach Zustimmung des Stiftungsrates und Abschluss der Vertragsverhandlungen im April 2014, mit Unterzeichnung des „Vertrages über die Errichtung des ,Freiherrlich von Friesen´sche Schlossbibliothek Rötha´- Fonds“ am 28. Mai 2014 der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, nachdem er bereits 2008 wesentliche Teile der eingangs erwähnten Gemäldesammlung dem Freistaat Sachsen in einer unselbstständigen Stiftung überlassen hatte (mehr dazu).

Heinrich Freiherr von Friesen wünscht sich langfristig eine Rücküberführung der Bibliothek nach Rötha: „Mir ist bewusst, dass hierzu eine Lösung gefunden werden muss, die unter denkmalpflegerischen, konservatorischen und archivarischen Gesichtspunkten den historischen Buchbestand auf Dauer sichert – und dass eine solche Lösung Zeit benötigt. Deshalb stimme ich der nun geschlossenen Kooperationsvereinbarung ausdrücklich zu.“

Die Stiftung verpflichtete sich, die Bibliothek nach Rötha zu überführen, sobald dort eine für die Aufnahme der Bestände geeignete, dem historischen Kontext zwischen ehemaligem Schloss, seiner Bibliothek und der Familie der Freiherren von Friesen angemessene Unterbringungsmöglichkeit besteht.

Zur Zusammenführung der Bibliotheksbestände hat die Stiftung eine Kooperationsvereinbarung mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen geschlossen. Diese sieht vor, dass die wohl noch existierenden 4.000 Bände der einst über 10.000 Werke umfassenden Bibliothek, soweit noch nicht geschehen identifiziert, und in der SLUB zusammengeführt werden.

Dazu gehören 1.361 an Freiherr Heinrich von Friesen restituierte Bände, 87 Bände mit unsicherer Provenienz sowie 1.038 weitere fragliche Bände, die sich bereits im Bestand der SLUB befinden. Hinzu kommen circa 800 Bände, die derzeit, ebenso wie ein Gesamtkatalog der Schlossbibliothek, im Landesamt für Denkmalpflege aufbewahrt werden. Weitere Bestände werden in anderen Bibliotheken, unter anderem der Universitätsbibliothek Leipzig, vermutet.

In der SLUB sollen die Katalogbände von 1905/06 digitalisiert werden, die Bestände zugeordnet, verifiziert und inventarisiert sowie die Bücher im Lesesaal der SLUB interessierten Bibliotheksnutzern zugänglich gemacht werden. Die Kultur- und Umweltstiftung unterstützt die wissenschaftliche Aufarbeitung finanziell und fördert die Präsentation der Bestände. Zum einen soll eine Publikation über die ‚Freiherrlich von Friesen’sche Schloßbibliothek Rötha‘ entstehen. Zum anderen soll durch das 3D-Modell des Schlosses Rötha – und eine spätere Verknüpfung zu den SLUB-Datenbanken – Aufmerksamkeit auf die jahrhundertealten Bibliotheksbestände gelenkt werden.

„Damit wird der bisher verstreute, noch vorhandene historische Buchbestand wieder in großem Umfang an einem Ort zusammengefasst, die Prioritätensetzung der verschiedenen Sammler der Freiherren von Friesen über die Jahrhunderte hinweg nachvollziehbar und die Korrespondenzen zwischen einzelnen Bänden erlebbar. Die Stiftung und die Öffentlichkeit können Heinrich Freiherrn von Friesen für den verantwortungsvollen, altruistischen Umgang mit seinem restituierten Vermögen zur Bewahrung des kulturellen Erbes in der Region nicht genug danken“, erläutert Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land.

Wappen der Reichsfreiherren von Friesen

Wappen der Reichsfreiherren von Friesen
Original aus der Urkunde zur Erhebung in den Reichsfreiherrenstand durch Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1653

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