Kabaretts im Dreierpack, schmissige Musik und geheimnisvolle Magie
Borna. Am kommenden Sonntagnachmittag (18. März 2012, Beginn 15:00 Uhr) werden sich Künstler im Bürgerhaus „Goldener Stern” einfinden, die nur einen einzigen Auftrag haben: Gute Laune zu vermitteln. Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig und das Mundartinstitut bittet zur „Sächsischen Sonntagssoiree”. Das ist jene Veranstaltung, in der nicht nur Kabarett, Magie und Musik im Angebot sind, sondern auch „Gaffee un Guchn”. Das Schälchen Heeßen und den Kuchen liefert der „Kastanienhof” Lobstädt. Gleich mehrere Kabaretts werden zeigen, was sie drauf haben. „De fiff’schen Gaffeesachsen” unter der Leitung von Edelgard Langer bieten u. a. den herrlichen Dialog, der mit: „Sie baggn wohl dies Jahr gar geen Flaumkuchen?”(Text Walter Appelt) beginnt. „De fichelanden Gaffeedanden” unter der Leitung von Barbara Petzold ziehen „ä Dämmerstindchen” vor und beweisen mit dem „Antrag” (Texte Lene Voigt), dass es neben Sächsisch andere Mundarten gibt. Das „Duo Franziska Schneider & Hans-Jürgen Silbermann” von der Leipziger Pfeffermühle hat, wie es scheint, den Humor gepachtet. Also gestaltet es den Höhe- und Schlusspunkt des Nachmittags. – Was will man mehr?
Es gibt auch Neues! Eine Musiker-Truppe, auf die wir uns freuen, konnte engagiert werden: das Orchester Liebertwolkwitz e. V. Dieses räumte 2011 den Siegerpokal beim Internationalen Musikwettbewerb in Malgrat de Mar (Spanien) ab. Dirigent Helmuth Römer sorgt dank seiner hochkarätigen Damen und Herren Musiker für den nötigen Schmiss. Die Liebertwolkwitzer sind a) das erste Mal bei der Sächsischen Sonntagssoiree und b) auf jeden Fall ein Gewinn.
Seit Beginn der Soireen führt Wolfgang U. Schütte durchs Programm. Auch diesmal hofft der Mann vom Mundartinstitut, dass von ihm ausgegrabene sächsische Texte ins Ohr gehen – und dass wir alle einen abwechslungsreichen Nachmittag erleben und heiter gestimmt den Weg nach Hause antreten können.
Karten gibt es in der Stadt- und Touristinformation, Markt 2, 04552 Borna (geöffnet Mo-Fr von 09:00 – 17:00 Uhr).

Walter Christian Steinbach und Heinrich Freiherr von Friesen (v. l. n. r.) bei der Unterzeichnung des Vertrages
Leipzig, 21.2.2012. Nicht nur für den Nachfahren der einstigen Erbauer und Bewohner des Schlosses Rötha war die Sprengung ein “Akt der Barbarei”. Fast ein halbes Jahrhundert nach der Zerstörung des kulturellen und architektonischen Zentrums der Stadt übergab Heinrich Freiherr von Friesen das noch erhaltene Interieur des heute als “Verbündetenzimmer” bezeichneten ehemaligen Speisezimmers des Schlosses symbolisch durch die Unterzeichnung eines Leihvertrages an den Förderverein “Rötha – Gestern. Heute. Morgen. e. V.”. Nun kann das wertvolle Schlossinventar für eine geplante Präsentation ab dem Herbst dieses Jahres vorbereitet werden. Heinrich Freiherr von Friesen freute sich über das Engagement: “Dass es Dank eines Vereins und der Sparkassenstiftung Initiativen gibt, lange vergangene Geschichte zu beleben, ist eine tolle Sache” (siehe auch LVZ vom 23.02.2012).
Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig unterstützt in den nächsten Jahren mit einer Gesamtförderung von 200.000 Euro drei Projekte des Fördervereins im Vorfeld des Gedenkens an den 200. Jahrestag der Völkerschlacht: die Gestaltung des Schlossareals mit dem Wettbewerb “Zukunft durch Erinnerung”, die Restaurierung des Schlossparks und die Einladung zu einem “Familientreffen” der Nachfahren der damals maßgeblich am Geschehen beteiligten Persönlichkeiten im “Hauptquartier Schloss Rötha” 1813. Der russische Zar Alexander I., der österreichische Kaiser Franz I., der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III., Generalfeldmarschall Schwarzenberg und Fürst Metternich trafen in jenen Tagen die wichtigsten strategischen und taktischen Entscheidungen, die schließlich zum Sieg über Napoleon führten und damit den Verlauf der europäischen Geschichte prägten. Aus diesem Zusammenhang erklären sich auch Name und Bedeutung des “Verbündetenzimmers”.
Die feierliche Übergabe durch Heinrich Freiherr von Friesen an den Vereinsvorsitzenden Walter Christian Steinbach in der “Villa Ida”, dem Sitz der Kultur- und Umweltstiftung, verfolgten zahlreiche interessierte Gäste aus Rötha, Leipzig und der Region. Beinahe alle mit dem Thema “Völkerschlacht” befassten Vereine und Initiativen aus dem Landkreis Leipzig waren durch ihre Vorstände bzw. Mitglieder vertreten. Stephan Seeger, Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig, dankte für das großzügige Mäzenatentum Heinrich Freiherr von Friesens. Steinbach schloss sich an: “Der Freiherr hat eine Form gewählt, wie sie in unserer Zeit nicht selbstverständlich ist.”
Im Anschluss an die Übergabe las Matthias Hummitzsch die Erzählung “Sechs Eichen bei Rötha” von Dr. h. c. mult. Erich Loest, die dieser eigens dem Geschehen in und um Rötha zur Zeit der Völkerschlacht widmete. Drei Tage vor seinem 86. Geburtstag ließ es sich Leipzigs Ehrenbürger Erich Loest, unter anderen Autor der Romane “Völkerschlachtdenkmal”, “Löwenstadt” und “Nikolaikirche”, nicht nehmen, persönlich an der Übergabe des Zimmers und der Lesung teilzunehmen.

Gäste bei der Übergabe des Verbündetenzimmers
Auch im ersten Halbjahr 2012 wartet das Institut zur Bewahrung der Sächsischen Mundart wieder mit interessanten Veranstaltungen auf. Die Eintrittskarten können Sie ab sofort in der Touristeninformation am Markt 3, 04552 Borna erwerben. Weitere Informationen finden Sie hier.
| Datum | Veranstaltung | Ort |
| 18.03.2012 15.00 Uhr | Sächsische Sonntagssoiree | Bürgerhaus “Goldener Stern” Borna |
| 15.05.2012 18.30 Uhr | Lesung mit Gunther Böhnke und Wolfang U. Schütte | Tucholski-Buchhandlung Borna |
Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land wurde im Jahre 2001 anlässlich des 175. Firmenjubiläums der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Natur und den kulturellen Reichtum im ehemaligen Landkreis Leipziger Land zu bewahren und zu fördern.
Finanzierung
Finanziert werden die Stiftungs-Projekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.
Struktur
Der Stiftungsrat ist das höchste Gremium der Stiftung. Er steht dem Vorstand zur Seite und legt die Förderrichtlinien fest. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe von Stiftungsmitteln im Rahmen der vom Stiftungsrat vorgegebenen Richtlinien.
Förderungen
Die Stiftung fördert Einzelprojekte in den Bereichen Kultur und Umwelt im ehemaligen Landkreis Leipziger Land. Bewerben können sich gemeinnützige Vereine, Schulen und Kommunen. Von der Förderung ausgeschlossen sind Projekte, die in erster Linie staatliche Aufgaben sind oder der Gemeinnützigkeit widersprechen.
Zugunsten von Einzelprojekten wird zukünftig auf die gesonderte Ausschreibung von Leitprojekten und Jugendpreisen verzichtet. Diese Entscheidung wurde getroffen, da in der Vergangenheit immer wieder Anträge für Projektförderungen gestellt wurden, die sich nicht als Leitprojekte eigneten. Bei den Jugendpreisen war die Resonanz auf die Ausschreibung zu verhalten.
Antragstellung
Förderanträge können formlos eingereicht werden, müssen aber folgendes enthalten:
Anträge können bis zum 15. September eines jeden Jahres für das Folgejahr bei der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land eingereicht werden.
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Hier finden Sie demnächst die Pressemeldungen und Beiträge zur Kultur- und Umweltstiftung in den regionalen Medien.
Wir empfehlen für einen ersten Überblick die Informationsbroschüre Museumswegweiser 1813. Diese Publikation wurde ebenfalls von der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land gefördert.
Diese liegt auch in englischer Sprache vor: Museum Guide 1813 (2 MB).
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Im Bereich “Förderprojekte” finden Sie Beispiel von Projekten und Veranstaltungen der Kultur- und Umweltstiftung. Als institutionelle Förderung unterstützen wir seit vielen Jahren das Institut zur Bewahrung der Sächsischen Mundart. Sie finden dort auch die Informationen zu den nächsten Veranstaltungen.
Aufgrund des Förderungsumfanges werden alle Projekte im Zusammenhang mit der Völkerschlacht und des 200. Jahrestages thematisch in einer gesonderten Rubrik Völkerschlacht zusammengefasst.
Sie finden in dieser Rubrik ebenso eine Auswahl der aktuell und bisher geförderten Projekte der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig. Diese sind nach Jahren geordnet.
| Kostüme für den Pegauer Karnevalsclub 2012 |
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Sanierung der Fahrradkirche Zöbigker |
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Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land bewahrt den literarischen Vorlass von Erich Loest auf
Erich Loest zählt zu den herausragenden deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Engagement als leidenschaftlicher Demokrat und Bürger ist so unbestechlich wie streitbar.
Leben und Werk des 1926 in Mittweida geborenen Schriftstellers sind eng verbunden mit der Stadt Leipzig, deren Ehrenbürger er seit 1996 ist.
Der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig hat der Autor seinen einzigartigen literarischen Vorlass als Schenkung überlassen.
Mit diesem umfangreichen Fundus richtete die Stiftung das Erich-Loest-Archiv mit Sitz in der Villa Ida in Leipzig ein.
Das Archiv umfasst mehr als 100 Aktenordner mit Loests Manuskripten, Korrespondenz, Rezensionen, Fotos und zahlreichen persönlichen Erinnerungsstücken und kann zu Forschungszwecken kostenlos benutzt werden.
Aus dem Inhalt des Archivs:
Die von der Stiftung geförderte Dokumentation “Wortmacht und Machtwort. Der politische Loest” von Autorin Regine Möbius stützt sich auf dieses kulturpolitisch und literarhistorisch bedeutsame Material.
“Wortmacht und Machtwort erschien im Juni 2009 im Leipziger Plöttner Verlag.
Kontakt Erich-Loest-Archiv Leipzig:
Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig
Menckestraße 27
04155 Leipzig
Telefon: 0341 – 562 96 61
Telefax: 0341 – 562 96 63
E-Mail: info (ät) kultur-und-umweltstiftung.de
Die Sachen sollen in Leipzig bleiben!
Dr. Erich Loest im Interview
Herr Dr. Loest, Sie vererben Ihren Nachlass schon jetzt, also als Vorlass, den Stiftungen der Sparkasse. Warum gerade der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land?
Die Sachen sollen in Leipzig bleiben! Mein Vorlass hätte natürlich auch gut nach Berlin gepasst, aber ich bin Leipziger Schriftsteller. Wenn sich später jemand um mich als Schriftsteller kümmern wird, dann hier.
Wie war das, seine schriftstellerische Arbeit aus mehreren Jahrzehnten Revue passieren zu lassen?
Sehr spannend. Ich stieß auf Sachen, die ich vergessen hatte, wie etwa Artikel aus dem Satiremagazin “Eulenspiegel”…
… auch Sachen, die Sie heute anders machen würden?
Klar denke ich mir manchmal, Du hättest da gründlicher und da fleißiger sein können. Aber ich stehe zu allem. Zum Glück gibt es im Leben eine Entwicklung.
Wenn Sie sich heute die sinkenden staatlichen Subventionen im Bereich der Kultur sehen – was bedeutet das für unsere Region?
Es ist ganz schrecklich. Bibliotheken werden kaputt gespart und dann geschlossen.
Und die Folge?
Leute, gerade schlechter verdienende, die darauf angewiesen sind, haben keinen Zugang mehr zum Buch. Kinder können nicht mehr an Bücher herangeführt werden. Dann gibt es nur noch diese flache Musik und Fernsehen. Die Verdummung nimmt immer mehr zu. Die Leute wollen lesen – man muss es Ihnen nur ermöglichen.
Was macht die Kultur in Leipzig und im Leipziger Land erhaltenswert?
Natürlich müssen die großen Institutionen Oper, Gewandhaus und Thomanerchor gehalten werden. Aber wenn die für kleinere Orte wichtigen kulturellen Dinge und Möglichkeiten aus Dummheit kaputt gehen, dann fehlt den Menschen ein Gefühl für die Region und die Geschichte.
Warum brauchen wir das?
Um sagen zu können: Hier bin ich, hier sind meine Wurzeln und hier bleibe ich. Ich habe schon so viel kaputt gehen sehen und es ist jedes Mal ein Stück Verlust.
Ein Stück Erhalt ist der für Sie eingerichtete Raum in der Villa Ida – dem Sitz der Sparkassen-Stiftungen. Wem sind Ihre Bücher und Skripte zugänglich?
Das Archiv soll für die ganze Stadt nutzbar sein. Ich hoffe, dass sich Journalisten und Germanisten damit beschäftigen und sie Gegenstände des Lebens werden.
Interview: Carsten Upadek
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Seit vielen Jahren engagiert sich die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig durch Unterstützung zahlreicher Projekte für das Gedenken an die Völkerschlacht von 1813.
Im Jahr 2013, dem 200. Jahrestag der Schlacht, wird durch eine ganze Reihe von Projekten und Veranstaltungen an die damalige Zeit erinnert. Das Schloss und der Schlosspark Rötha, in dem sich zu jener Zeit der Hauptsitz der Allierten befand, wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Damit wird das Alleinstellungsmerkmal der Stadt unterstrichen, aus der die Verbündeten den Angriffsbefehl gaben. Mit einem Familientreffen der Vertreter der 1813 maßgeblich in die Geschehnisse involvierten Familien, wie z. B. der Habsburger, der Preußen, der Romanows, der Metternichs etc. soll dem Ereignis in besonderer Weise gedacht werden. Der Verein “Rötha - Gestern. Heute. Morgen. e. V.” möchte mit den durch die Kultur- und Umweltstiftung geförderten Projekten die Geschichte im Gedenkjahr sichtbar und erlebbar werden lassen.
Aber auch andere wichtige Vorhaben werden einbezogen, so das Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain, das Tatarengrab bei Kleinbeucha, Ausstellungen im Torhaus Markkleeberg oder auch der Patrouillenritt 2012 und 2013.
Wir empfehlen für einen ersten Überblick die Informationsbroschüre Museumswegweiser 1813. Diese Publikation wurde ebenfalls von der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land gefördert.
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Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land
Menckestraße 27
D-04155 Leipzig
Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info@kultur-und-umweltstiftung.de
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Der Landkreis Leipzig
Städte und Gemeinden im ehemaligen Landkreis Leipziger Land
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