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2016
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Peter Mechler
Ralf Hiller
Tobias Reh
Bettina Wallasch
Dieter Eiserbeck
Jürgen Hoffmann

Bernd Schaller

Bernd Schaller ist einer der Initiatoren und langjährigen Organisatoren von Kinder-Expeditionen: 300 Kinder aus dem Raum Stolpen begleitete er bei ihren Reisen in die Geschichte der Region. Dabei wurde er selbst zum gefragten Experten vor allem in den handwerklichen Fragen der Geschichtsdarstellung. Gemeinsam mit den Kindern gestaltete er vier Ausstellungen, zuletzt im Stadtmuseum Stolpen, er schrieb Artikel und gestaltete Broschüren und Schautafeln. Zwei Handwerksdarstellungen nach historischem Vorbild haben sich aus seiner Arbeit entwickelt – die Posamierer und die Gürtler. Auch viele der von Schaller betreuten Kinder sind heute selbst Teil der Erinnerungskultur – ein „nachhaltiges Engagement“, das der Kommandant-Prendel-Orden mit der Auszeichnung würdigte.

Peter Heider

Peter Heider gilt als einer der fachkundigsten Gestalter historischer Waffen und Ausrüstungsteile in der Region. Er gehörte 1980 zu den Gründern der IG „Liebertwolkwitz 1813“, 1985 wurde er Vorsitzender der neu gegründeten „Preußen von Möckern 1813“ und organisierte mit der damaligen Bürgermeisterin die ersten Treffen von historischen Uniformvereinen in Großgörschen. Hervorzuheben ist sein Engagement um die Verbreitung der Idee der Geschichtsdarstellung: Zahlreiche Gruppen und Vereine in Sachsen, Thüringen oder Brandenburg unterstützte er mit seinem Fachwissen. 1990 gehörte er zu den Organisatoren der ersten Teilnahme von ostdeutschen Vereinen an der Darstellung der Schlacht von Waterloo. In den vergangenen Jahren widmete sich Heider vor allem dem Sanitäts- und Lazarettwesen in der Zeit um 1813 – vor allem mit der Betreuung des Museums in Seifertshain zwischen 2000 und 2012 oder mit dem Bau eines Lazarettwagens für historische Darstellungen.

Peter Mechler

Mitbegründer des Felddruckerei 1813 e. V.

Peter Mechler setzt sich bereits seit 1988 für das Andenken der Völkerschlacht ein. Als Mitbegründer der „Felddruckerei 1813“ druckte er mit einer Presse nach historischem Vorbild von vor 200 Jahren bereits ganze Feldzeitungen. Seit 1988 engagiert er sich dort, damals noch im Kulturbund der DDR Fachgruppe Buchgewerbe, bis 2015 war er Vorsitzender des Vereins. Er war viele Jahre lang Mitglied in der Napoleonischen Gesellschaft sowie im Scharnhorstkomitee  Großgörschen. Im  „Fördervereins Marschall-Ney-Haus zu Kaja e.V.“ ist er seit 2008 Vorsitzender und kümmert sich hier gemeinsam mit seinen Mitstreitern um den Erhalt des historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Auch die ebenfalls dort befindliche Ausstellung, die unter anderem an die Schlacht bei Großgörschen vom 2.Mai 1813 erinnert, gehört zu seinen Projekten. Darüber hinaus veröffentlichte er bereits mehrere Artikel im Zusammenhang mit der napoleonischen Zeit und sorgt so für eine kontinuierliche Wahrnehmung dieser bis dato größten Schlacht der Geschichte.


Ralf Hiller

Vorsitzender des Bürger- und Fördervereins „Körnerhaus Großzschocher“ e. V.

Ralf Hiller nahm 1981 erstmals an einem Traditionsmarsch teil, 1983 war er eines der Gründungsmitglieder der „Lützower Freikorps 1813“. 1997 gründete er den Förderverein „Körnerhaus Großzschocher e.V.“ und ist seitdem dessen Vorsitzender. Dort war er federführend für die Sanierung des Gebäudes zuständig, einem einmaligen Sachzeugnis aus der Zeit der Völkerschlacht, um dieses auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. In diesem Jahr feiert der Verein bereits sein 20 jähriges Bestehen und ist damit ein fester Bestandteil der Leipziger Erinnerungskultur. Herr Hiller ist jedoch auch darüber hinaus und abseits seiner zivilen Kleidung engagierter Teil des Biwak: Dort sorgt er für dessen historisch akkurates Erscheinungsbild sowie die Vorbereitung der Biwakplätze. Auch sein aktives Engagement im Museumsverbund "Völkerschlacht bei Leipzig" und im Verband „Völkerschlacht bei Leipzig 1813“ sowie militärhistorischen Kommission sollten an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.


Tobias Reh

Jena 1806 e.V.

Tobias Reh kam Ende der 80er Jahre in Kontakt mit der Reenactment-Szene uns ist seitdem nicht nur fasziniert von der Thematik, sondern auch ein essentieller Teil der hiesigen Schlachtfelder. 1991 markeiert das Jahr, in dem er in Leipzig Wachau erstmalig mit von der Partie war, ab 1993 kommandierte er bereits die „Clemens Grenadiere“. 1999 gründete er die „Bevilacqua-Infanterie 1806“, die er im selben Jahr zu einem einwöchigen Reenactment auf Malta führte. 2000 war er kommandierender Feldwebel des sächsischen Bataillons, 2015 gab er sein Waterloo Bataillonskommando an seinen Nachfolger ab. Verabschiedet hat er sich damit jedoch noch längst nicht: Aktuell ist er Schütze im ersten sächsischen Infanterieregiment. Neben seinem Einsatz auf dem Schlachtfeld, betreibt er umfangreiche Recherche über die Völkerschlacht und näht die Uniformen originalgetreu selbst.


Bettina Wallasch

Vorsitzende des Stadt- und Heimatvereins Rötha e. V.

Bettina Wallasch ist Vorsitzende des Stadt- und Heimatvereins Rötha – und das seit vielen Jahren. Mit ihrer langjährigen ehrenamtlichen Arbeit trägt sie in sehr großem Maße dazu bei, dass man in der so geschichtsträchtigen Stadt Rötha die historische Bedeutung des Ortes nicht aus den Augen verliert – immerhin war das Schloss der Freiherren von Friesen das Hauptquartier der antinapoleonischen Mächte. Seit der Eröffnung des Stadt- und Heimatmuseums im Jahr 2001 unterstützt Bettina Wallasch persönlich und der Verein dessen Arbeit mit großem Engagement – und so wird hier regelmäßig in Sonderausstellungen an die Völkerschlacht erinnert. Vor allem aber ist Rötha auch einer der Anlaufpunkte des Patrouillenritts, den es seit 1998 wieder alljährlich in Erinnerung an die Völkerschlacht gibt – und hier sorgt Bettina Wallasch nicht nur als Mitausrichter, sondern weit darüber hinaus mit großem persönlichen Einsatz dafür, dass dieses Ereignis für Teilnehmer und Zuschauer ein gelungenes Ereignis wird.

Dieter Eiserbeck

Gründungsmitglied des Interessenvereins Völkerschlacht bei Leipzig 1813 e. V.

Dieter Eiserbeck muss zu den Urgesteinen gezählt werden – er ist eines derjenigen Mitglieder, die 1980 den Interessenverein Völkerschlacht bei Leipzig e.V. gegründet haben. Er trug die Uniform der französischen 6. Leichten Infanterie und der sächsischen Artillerie, hat diese aber bereits vor einigen Jahren abgelegt. Und auch, wenn er nicht mehr regelmäßig ins Biwak einzieht: Dem Verein ist er treu geblieben. Er ist ein wichtiger Unterstützer des alljährlichen Patrouillenrittes. Besonders hervorzuheben: Inzwischen gibt Dieter Eiserbeck sein umfangreiches historisches Wissen an interessierte Museumsbesucher und an Schulklassen in Liebertwolkwitz weiter – er kümmert sich also aktiv um den Nachwuchs und um die Erinnerung an die Geschichte der Region. Besonders bekannt ist Dieter Eiserbeck heute, weil er eine „neue“ Uniform gefunden hat – die des historischen Nachtwächters von Liebertwolkwitz. Hier erzählt er in unnachahmlicher Art und Weise bei Rundgängen und Führungen die Geschichte seines Heimatdorfes Liebertwolkwitz und natürlich insbesondere über die Geschehnisse des Jahres 1813.

Jürgen Hoffmann

Mitglied des Vorstandes des Verbandes Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813 e. V.

Jürgen Hoffmann ist seit 16 Jahren Mitglied im Verein französische Marinegarde. Seit 2002 ist er auch Mitglied im Verband Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813, seit 2007 ist er hier Vorstandsmitglied. In den vergangenen Jahren ist er zunehmend in Schlüsselpositionen gerückt: Er hält die Kontakte zu den Gruppen und Vereinen, die sich an den jährlichen Gedenkveranstaltungen beteiligen. Er plant das Biwak, klärt logistische Belange und steuert die Abläufe bei der Gefechtsdarstellung. Diese und viele weitere Aufgaben übernimmt er mit überdurchschnittlichem Zeitaufwand, mit hohem persönlichen Engagement und mit großem diplomatischen Geschick, wie es auch dem Namensgeber des Ordens nachgesagt wird. Jürgen Hoffmann ist im Verband Jahrfeier der geschätzte Ansprechpartner für Vereine. Er ist der Mittler, der konträre Vorstellungen zu einem Kompromiss führt. Er ist derjenige, der dafür sorgt, dass viele unterschiedliche Stimmen zu einem gemeinsamen Auftreten zusammengeführt werden.