Die Förderprojekte für das Jahr 2018 stehen fest

Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig fördert 12 Projekte

Im November hat der Stiftungsrat der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig die Förderprojekte für das Jahr 2018 in einer Höhe von insgesamt fast 63.000 Euro beschlossen. Mit dem Geld werden zwölf verschiedene Projekte im Fördergebiet unterstützt. Dazu gehören unter anderem die Fassadenerneuerung des Pumpenbaus des Pegauer Stadtbades, die Erstellung eines Holzgutachtens und Sanierungsarbeiten am Prießnitzer Bauernrathaus sowie die Restaurierung zweier Gefallenendenkmäler in Gnandstein und Weideroda. Auch die Kultur der Region wird unterstützt: Das Leipziger Symphonieorchester und der Musikverein Neukieritzsch-Regis e. V. erhalten jeweils eine Förderung für neue Instrumente und dem NeuSeenLand-Musik e. V. wird die Ausrichtung des "Familiensonntags" des 2. Zwenkauer NeuSeenLand Musikfestes ermöglicht.

"Mit diesen ganz unterschiedlichen Projekten für den Erhalt traditioneller Bauwerke, historischer Relikte setzen sich die einzelnen Akteure jeweils auf ihre Art für die Region ein", so Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig, zu den Beweggründen der Förderungen: "Auch die Kultur wird auf beeindruckende Weise immer wieder aufs Neue belebt und weiterentwickelt."

Förderungen 2018 (Auswahl)

2. NeuSeenLand Musikfest
Nach der erfolgreichen Erstauflage des NeuSeenLand Musikfests im Sommer 2017 wird das Fest für klassische Musik auch 2018 wieder stattfinden - auch dank der erneuten exklusiven Förderung der Sparkassenstiftung über 10.000 Euro für den "Familiensonntag". Initiiert und konzeptioniert von Wolfgang Rögner, Chefdirigent des Leipziger Symphonieorchesters, konzentriert sich die viertägige Veranstaltung auf klassische und moderne Musik auf hohem Niveau. "Auch wir freuen uns, dass das Festival von nun an jährlich ausgerichtet werden kann und so das kulturelle Potenzial der Region Zwenkau hervorhebt", so Gabriele Greiner, Vorstandvorsitzende der Kultur- und Umweltstiftung.

Pumpenhaus Pegau
Das Pegauer Stadtbad ist bis heute ein beliebter Treffpunkt für die Stadtbewohner und wird zudem für den Schwimmunterricht genutzt. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, plant die Stadt Pegau eine grundlegende Sanierung des gesamten Bades. Teil der Arbeiten ist dabei auch die Gestaltung der Fassade des Pumpenhauses durch den Leipziger Künstler Marc Knust. Dieses Vorhaben unterstützt die Sparkassenstiftung mit einer Förderung über 10.000 Euro. "Die Pegauer Bürger selbst erbauten das Bad 1964 binnen weniger Wochen, weshalb sie bis heute enorm an der Freizeiteinrichtung hängen. Die Sanierung des Bades ist ein wichtiger Schritt für dessen Zukunftsfähigkeit", erklärt Stephan Seeger.

Friesenbild Rötha
Mit einer Förderung über 1.700 Euro unterstütz die Sparkassenstiftung auch den Stadt- und Heimatverein Rötha e. V., der damit ein zerstörtes Gemälde vor dem Verfall bewahren will. Das fast lebensgroße, noch originalgerahmte Ölgemälde zeigt eine Familienszene und stammt aus dem Röthaer Schloss derer von Friesen. Obgleich die Zerstörungen so groß sind, dass das Gemälde nicht vollständig wiederhergestellt werden kann, soll im Rahmen einer Diplomarbeit an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden zumindest der jetzige Zustand erhalten und konserviert werden.

Bauernrathaus in Prießnitz
Eine erstmalige Förderung über 8.900 Euro erhält der Bauernrathaus Prießnitz e. V. Der 2016 gegründete Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, dem in der Region einzigartigen Bauernrathaus in Prießnitz aus dem Jahr 1712 wieder Bedeutung zu verleihen und es zu einem zentralen Treffpunkt der Einwohner zu formieren. Zu diesem Zweck fanden im vergangenen Jahr bereits verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen in dem alten Bauernrathaus statt. Damit dies so fortgeführt werden kann, bedarf es nun jedoch etlicher Sanierungsarbeiten. "Ein solch historisches Baudenkmal nicht nur zu erhalten, sondern auch mit kulturellem Leben zu füllen und als Begegnungsstätte zu etablieren, ist eine höchst unterstützenswerte Aufgabe", freut sich Gabriele Greiner. Ein hierfür notwendiges Holzschutzgutachten kann dank der Förderung im nächsten Jahr ebenso angegangen werden wie die ersten Sanierungsarbeiten an dem Fachwerkgebäude. Die Kultur- und Umweltstiftung hatte bereits im Jahr 2005 Sanierungsarbeiten am Bauernrathaus finanziell unterstützt.